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Steuern / Umsatzsteuer 
Freitag, 09.02.2018

Steuerfreie innergemeinschaftliche Lieferung trotz fehlendem Belegnachweis

Fehlt bei einer behaupteten innergemeinschaftlichen Lieferung die sog. Gelangenheitsbestätigung des Abnehmers für die Verbringung des Liefergegenstandes in das übrige Gemeinschaftsgebiet, kann ausnahmsweise gleichwohl eine steuerfreie Lieferung angenommen werden, wenn feststeht, dass der gelieferte Gegenstand tatsächlich ins übrige Gemeinschaftsgebiet gelangt ist. So entschied das Finanzgericht Hamburg (Az. 2 K 81/16).

Der Kläger, der einen Autohandel betrieb, verkaufte einen Pkw nach Frankreich. Der Abnehmer sandte die erforderliche Gelangensbestätigung nicht zurück. Das Finanzamt erhob Umsatzsteuer, da der Kläger den erforderlichen Beleg für eine steuerfreie innergemeinschaftliche Lieferung nicht vorgelegt habe.

Das Finanzgericht gab der dagegen erhobene Klage statt. Nach der Beweisaufnahme habe festgestanden, dass der Pkw nach Frankreich überführt worden sei. Auch sei das Fahrzeug zeitnah zum Lieferungstermin beim Kraftfahrtbundesamt abgemeldet und danach nicht mehr zugelassen worden.

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