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Steuern / Lohnsteuer 
Freitag, 09.02.2018

Zur Verfügung stellen eines Kfz zur privaten Nutzung als geldwerter Vorteil

Die unentgeltliche oder verbilligte Überlassung eines Dienstwagens durch den Arbeitgeber an den Arbeitnehmer für dessen Privatnutzung führt unabhängig davon, ob und in welchem Umfang der Arbeitnehmer den betrieblichen Pkw tatsächlich privat nutzt, zu einem lohnsteuerlichen Vorteil. So entschied das Finanzgericht Hamburg (Az. 2 K 4/17).

Die Klägerin, eine GmbH hatte ihren beiden Geschäftsführern je einen Pkw zur Verfügung gestellt. Da Fahrtenbücher in einem Fall gar nicht und im anderen Fall nur für einige Monate geführt worden waren, nahm das Finanzamt die Klägerin auf Zahlung der Vorteile aus der privaten Nutzungsüberlassung gemäß der 1%-Regelung in Anspruch.

Die dagegen erhobene Klage wies das Finanzgericht zurück. Stehe – wie hier – fest, dass die Geschäftsführer faktisch die Möglichkeit hatten, die Fahrzeuge privat zu nutzen, führe bereits die zur Zurverfügungstellung des Kraftfahrzeugs unabhängig von der tatsächlichen Nutzung zu privaten Zwecken zum Zufluss eines geldwerten Vorteils.

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